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Bad Wünnenberg-Haaren. Der Bericht des Technischen Überwachungsvereins
über eine Sonderprüfung des Gerätewagens Hilfeleistung des Löschzugs
Haaren schlug bei der jüngsten Sitzung des Feuerwehrausschusses ein wie
eine Bombe.
Der Rahmen des 22 Jahre alten Fahrzeugs ist im hinteren Bereich stark
korrodiert. Der Stadt als Feuerschutzträger bleibt nur eine Frist von
sechs Wochen, die Schäden zu reparieren, sonst muss das Fahrzeug
stillgelegt werden. Der Gerätewagen ist eines von drei Großfahrzeugen im
Haarener Löschzug und speziell für technische Hilfeleistungen, vor allem
auf den Autobahnen, ausgelegt.
"Das Fahrzeug ist für uns unverzichtbar", erläuterte Gerhard Henke,
Leiter der Bad Wünnenberger Wehr, am Montagabend im Ausschuss. Die
Kosten für die Reparatur werden auf mindestens 5.000 Euro beziffert,
andere Ausschussmitglieder fürchten sogar einen Betrag von rund 10.000
Euro.
Der plötzliche Reparaturbedarf kommt für Wehr und Stadt zur Unzeit, denn
das Fahrzeug, das die Wehr vor Jahr vom Technischen Hilfswerk übernommen
hatte, sollte sowieso in diesem Jahr durch ein Neufahrzeug ersetzt
werden. Doch selbst bei einer Bestellung noch im Frühjahr könnte es mit
einer Lieferung des Ersatzfahrzeugs bis zum kommenden Jahr dauern. "Wir
kommen an einer Reparatur also nicht herum", erklärte der sachkundige
Bürger Ludger Ernesti. Insgesamt hat die Stadt für die Anschaffung des
Gerätewagens und eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs mit eingebautem
Löschwassertank (TSF-W) für die Löschgruppe Helmern rund 330.000 Euro
einkalkuliert.
Eine übergangsweise Verteilung der Hilfeleistungsausrüstung auf andere
Haarener Fahrzeuge, wie die Bürgermeister Winfried Menne vorschlug, ist
nach Ansicht des Wehrführers unmöglich. Henke wies auch darauf hin, dass
mittelfristig weitere Großfahrzeuge, darunter die mehrere hunderttausend
Euro teure Drehleiter, ersetzt werden müssen. Ausschussvorsitzender
Wolfgang Drabe (SPD) riet, zunächst in die Reparatur des Gerätewagens zu
investieren und mit der Bestellung der Neufahrzeuge bis zum Herbst zu
warten, da Neufahrzeuge im Herbst oft günstiger zu haben seien. Auf
jeden Fall wollen Wehr und Verwaltung bis Ostern bei verschiedenen
Herstellern Angebote für die neuen Fahrzeuge einholen.
Bürgermeister Menne äußerte im Ausschuss Kritik an dem "riesigen
Fahrzeugpark" der Bad Wünnenberger Wehr von insgesamt 16 Fahrzeugen und
forderte die Wehr auf, ein neues Fahrzeugkonzept zu entwickeln, um diese
Zahl in Zukunft durch geeignete Mehrzweckfahrzeuge senken zu können.
"Bislang wird immer ein Fahrzeug durch ein neues ersetzt", sagte er,
"vielleicht kann ja auch mal ein Großfahrzeug zwei ältere ablösen".
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