2008

Im Zusammenhang mit der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Löschzug Haaren gab es Veränderungen im Vorstand. Nachdem der Löschzugführer Stefan Kaup die Position als stellvertretender Wehrführer erhielt, stellte er sich nicht mehr als Löschzugführer zur Verfügung. Sein bisheriger Stellvertreter Marcus Siekaup übernahm die Aufgabe des  Löschzugführers und Jörg Stratmann wurde stellvertretender Löschzugführer. Die Position des langjährigen Kassierers Josef Schulte übernahm Michael Lücking. Zum stellvertretenden Kassierer wurde Tatiana Klute gewählt. Andreas Kaup als Schriftführer und Markus Stratmann als stellvertretender Schriftführer wurden in ihren Ämter bestätigt. Der bisherige Jugendfeuerwehrwart Jörg Stratmann wurde von Markus Stratmann abgelöst. Christopher Klute und Daniel Erftemeier wurden als stellvertretende Jugendfeuerwehrwarte gewählt. Im Feuerwehrgerätehaus wurde eine Absauganlage für die Fahrzeugabgase installiert. Der Einsatzleitwagen erhielt eine überarbeitete Funkanlage, einen PC mit Drucker sowie Fax und Telefon. Die beantragte Ersatzbeschaffung für den Gerätewagen ist fortgeschritten und eine Auslieferung des neuen Fahrzeuges ist für Ende 2009 avisiert. Die Homepage unserer Feuer- wehr, die der Kamerad Thomas Kleinejasper ab dem I. Quartal 2007 ins Internet gestellt hat und als Webmaster betreut, hat sich für Interessierte als umfangreicher Informationsquelle etabliert. Zum 31.12.2008 hat die Freiwillige Wehr 40 Mitglieder und 8 Kameraden sind in der Altersabteilung.

 

Die 65 Alarmierungen für das Jahr 2008 des Löschzuges Haaren sind im Langfristtrend ein durchschnittlicher Wert. Am 09. Februar muss auf der Bürener Straße nach einem Kleintransporter-Verkehrsunfall vor einem Baum der schwer verletzte und eingeklemmte Fahrer mit den Rettungsgeräten befreit werden, damit er nach medizinischer Erstversorgung ins Krankenhaus eingeliefert werden kann. Auf der Fürstenberger Straße wird bei Straßenglätte am 19. März ein PKW-Fahrer nach Kollision seines Fahrzeuges mit einem Baum schwer verletzt in dem Wrack eingeklemmt. Nach Einsatz der Rettungsschere kann das Unfallopfer befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Am 25. März ereignet sich bei Spätwinterwetter auf der BAB 44, Fahrtrichtung Dortmund zwischen der Ottensgrundbrücke und der BAB-Polizei-station eine der umfangreichsten Massenkarambolagen in unserer Umgebung. Nach plötzlichen Starkschneeschauern verunfallen auf ca. 100 Meter um ca. 16.15 Uhr 19 Pkws, 5 LKWs und 5 Bullis. Die Fahrzeuge sind teilweise ineinander verkeilt und Personen eingeklemmt und eingeschlossen. Eine Person wird mit Rettungsgeräten befreit. Insgesamt gibt es 8 Verletzte. Für die Befreiungsrettung wird die Gegenfahrbahn komplett gesperrt und aus der Mittelleitplanke werden Elemente herausgetrennt, damit günstigere Zugangsmöglichkeiten geschaffen werden können. Ca. 50 nicht verletzte Unfallbeteiligte können in Betreuungszelte, die auf der Autobahn aufgebaut werden, vor Kälte und Nässe geschützt werden. Angehörige des  Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes versorgen die Unfallbeteiligten und die Einsatzkräfte mit Heißgetränken. Hier ein Überblick über die Einsatzkräfte: 3 Kreisbrandmeister, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, 7 RTWs, 5 KTWs, 6 Notärzte u. a. Dr. med. Bandorski, Hausarzt aus Haaren, 1 leitender Notarzt, 1 Rettungshubschrauber, ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst, diverse Polizeibesatzungen, Feuerwehren aus Borchen, Marsberg, Oesdorf, Meerhof, Fürstenberg und Ahden. Unser Löschzug war mit 18 Einsatzkräfte vor Ort. Einsatzleiter war der Leiter der Feuerwehr Wünnenberg Gerhard Henke. Einsatzdauer 5 Stunden. Am 14. April verunfallt auf der BAB 44, Fahrtrichtung Büren ein mit 2 weiblichen Personen besetzter PKW, der eine metertiefe Böschung hinabstürzt. Die beiden verletzten Personen werden aus dem Wrack befreit und mit einer Rettungskette die Böschung hoch in 2 RTWs transportiert. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L 744 im Bereich Elisenhof wird am 29. April der Fahrer eingeklemmt. Zur Unterstützung des Löschzuges Fürstenberg ist die Feuerwehr Haaren alarmiert worden. Durch den zusätzlichen Einsatz der Hydraulik-Rettungsgeräte unserer Wehr geling die schwierige Befreiung des schwer verletzten Unfallopfers. Am 29. Juni kollidiert ein PKW auf der BAB 44 mit einem Stück Rotwild. Das Fahrzeug fängt sofort Feuer und die Insassen können sich knapp vor den Flammen retten. Die Feuerwehr Haaren löscht den Vollbrand mit dem Schnell- und Schaumangriff und entfernt den Kadaver von der Fahrbahn. Im Bereich der Ottensgrundbrücke verunfallt am 08. August ein PKW und kommt auf der Brücke im Bereich der Außenbeplankung zum Stehen. Der körperbehinderte und bei dem Unfall schwer verletzt  Fahrer wird in dem Wrack eingeklemmt. Zur schwierigen Befreiungsrettung werden beide Hydrauliksätze gleichzeitig eingesetzt. Das medizinische Rettungsteam wird unterstützt. Am 28. Oktober wird die Feuerwehr Haaren zu einem Gebäudebrand nach Wünnenberg in die Schäferstraße alarmiert. Nachdem ein älterer Mann in dem Mehrfamilienhaus an einigen Stellen Brände gelegt hat, entwickelt sich eine Verqualmung, sodass neben dem Brandstifter 4 weitere Personen, davon 2 ältere Personen und eine junge Frau mit Baby eingeschlossen sind. Die Eingeschlossenen werden mit der Drehleiter gerettet. Gleichzeitig gehen Trupps unter Atemschutz vor um im Gebäude nach weiteren Personen zu suchen und die Brände zu löschen. Die Feuerwehr Haaren ist bei diesem Einsatz im Bereich Einsatzleitung, Löschwasserversorgung und Angriffstrupps tätig. Ein weiterer Gebäudebrand ereignete sich  am 18. November in Fürstenberg. Dort stehen ein Garagenanbau und Volieren im Vollbrand. Zusammen mit den Feuerwehren aus Fürstenberg, Wünnenberg, Elisenhof und Bleiwäsche kann der Löschzug Haaren den Brand löschen und das Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude verhindern.

 

Andreas Kaup

(Schriftführer)

   
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